• »Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn: Dass der eine dem anderen Rast gebe auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.«

    R. Guardini
     

  • Wir suchen ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter für das Diakonie Hospiz Wannsee.

     
  • »Das Hospiz ist ein Schutzraum, in dem Menschen Heimat finden, Verletzungen geheilt und die starken Fähigkeiten gestärkt werden.«

     
  • »Unser Abschiedsritual: Namenskerzen für die Verstorbenen. Machen Sie es möglich durch Ihre Spende auf betterplace.org«

     
  • »Wer einmal für sich akzeptiert hat, dass es menschlich ist, nicht alles zu überblicken, verwirrt, verletzt und sterblich zu sein, der lebt leichter, freier.«

     
  • »In einem Hospiz kann man auch finden, was uns in unserer Zeit oft verloren gegangen ist: Den Wert des Lebens an sich.«

    (M. Stamm)
     

Diakonie-Hospiz Wannsee

Im Diakonie-Hospiz Wannsee finden schwerkranke, sterbende Menschen und ihre Angehörigen einen Ort, an dem sie Begleitung im Sterben und Hilfe zum Leben finden. Wir betreuen stationär in unserem Hospiz in der Königstraße 62 B oder auch ambulant zu Hause, in Krankenhäusern oder in anderen stationären Pflegeeinrichtungen.

Stationäres Hospiz

Aufnahme und Aufenthalt

Im Diakonie-Hospiz Wannsee werden Menschen mit viel Sensibilität auf ihrem letzten Weg medizinisch (palliativ), pflegerisch und psychologisch begleitet. Erfahren Sie mehr

 

Trauerarbeit

Gefühlen Raum und Zeit bieten

Wer um einen nahen Menschen trauert, braucht oft Hilfe und Beistand, die er von Familie und Freunden nicht immer erwarten kann. Erfahren Sie mehr

 
 

Nachrichten

01.12.2014
Klavier für das Hospiz

Das Diakonie-Hospiz Wannsee hat ein Klavier gespendet bekommen.

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28.11.2014
Der Immanuel Adventskalender

Das erste Türchen darf geöffnet werden!

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27.11.2014
Beirat für das Diakonie-Hospiz Wannsee

Die Gesellschafter des Diakonie-Hospizes Wannsee haben einen Beirat gegründet.

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13.11.2014
Hör-Tipp: Sterbehilfe - Ja oder Nein?

Die Leiterin des Diakonie-Hospizes Wannsee Angelika Behm, sprach am 12. November im rbb Kulturradio...

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02.10.2014
Feierliche Verabschiedung von Renate Malchow als ehrenamtliche Mitarbeiterin

Am 16. September wurde Renate Malchow in einer gemeinsamen Teamsitzung der haupt- und...

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18.09.2014
Bürgerfest des Bundespräsidenten

Ehrenamtliche des Diakonie-Hospiz Wannsee wurden geehrt

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02.09.2014
Rückblick auf den Tag der offenen Tür im Immanuel Krankenhaus Berlin

Ein breites Informations- und Unterhaltungsprogramm lockte am 23. August zahlreiche Besucher an den...

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29.08.2014
Lese-Tipp: Gesetz zur Sterbehilfe

Bei der Podiumsdiskussion „Sterbe(bei)hilfe – Tod auf Bestellung?“ wurde unter Leitung der Konrad...

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Ehrenamtliche Mitarbeit im Hospiz

Diakonie-Hospiz Wannsee | Ehrenamtliche Begleiter gesucht | Gast und Ehrenamtlicher bei Spaziergang
 

Der Immanuel Adventskalender

Wir begleiten Sie durch den Advent – klicken Sie einfach jeden Tag auf ein Türchen und entdecken Sie Geschichten, Gedanken und Bilder für eine besinnliche Weihnachtszeit.

Na, wer wird denn schon so neugierig sein?

1. Dezember: Wann ist Weihnachten?

Adventsstern
 

2. Dezember: Das tigertolle Knusperkeks-Ritual

Tigertolle Knusperkekse

Zubereitung:

Mehl und Backpulver mischen, mit Zucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb, Milch und Butter mit dem Handmixer und Knethaken vermengen. Dann auf einer leicht gemehlten Fläche mit der Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Sollte er kleben, den Teig kalt stellen. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 180 Grad Heißluft vorheizen. Den Teig dünn ausrollen und Plätzchen ausstechen. Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und auf der mittleren Schiene ca. 8 bis 10 Minuten goldgelb backen und dann auskühlen lassen. Puderzucker und Wasser zu einem dickflüssigen Guss verrühren und die Plätzchen damit bestreichen. So lang der Guss noch nicht fest ist, mit Streuseln, Glitzer und Zuckerperlen dekorieren. Trocknen lassen und danach in einer luftdicht verschlossenen Dose aufbewahren.

(Roy J. Noack, Geschäftsführer Immanuel Krankenhaus Berlin)

 

3. Dezember: Weihnachten für Kinder

Kinder auf der Flucht

Für viele Kinder ist dies der vierte Kriegswinter, den sie überstehen müssen. Die Lage der Familien, die in den vergangenen Monaten vor dem IS in Syrien und in Irak fliehen mussten, ist besonders hoffnungslos. Viele von ihnen campieren in Notbehausungen im Schlamm, in Bauruinen, Parks oder am Straßenrand.

Wenn Sie Kindern helfen möchten, besuchen Sie die Website der UNICEF

(Dr. Verena Jansen, Geschäftsführerin
hospital Laborverbund Brandenburg-Berlin)

 

4. Dezember: Schmucksterne für Tisch oder Baum

Goldener Stern

Anleitung:

Zeichnen Sie mit dem Bleistift einen fünfzackigen Stern in der gewünschten Größe (z.B. 10 bis 12 cm Breite von Spitze zu Spitze) auf die dicke Pappe und schneiden Sie ihn mit dem Cutter-Messer aus. Legen Sie den ausgeschnittenen Stern als Schablone auf die dicke Pappe und zeichnen Sie den Umriss mit dem Bleistift nach. Zeichnen Sie mit dem Lineal nun im Abstand von ca. 1,5 bis 2,5 cm zum Rand des großen Sterns den Umriss eines kleineren Sterns hinein. Der Abstand sollte nicht zu schmal sein, damit Ihr Stern nicht instabil wird. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, schneiden Sie nur den kleineren, innen liegenden Stern mit dem Cutter-Messer aus. Nun haben Sie zwei Schablonen.

Legen Sie nun die größere Schablone als Vorlage auf die nicht-geriffelte Seite der goldenen Wellpappe und zeichnen Sie durch Umranden der Schablone die gewünschte Anzahl von Sternen auf die Rückseite. Schneiden Sie diese aus. Zeichnen Sie auf die ausgeschnittenen Wellpappe-Sterne mit Hilfe der kleineren Schablone jeweils den innen liegenden kleinen Stern auf und schneiden Sie diesen aus, so dass ein Sternrahmen übrig bleibt.

Nehmen Sie nun den goldenen Effektdraht und wickeln Sie ihn nach Belieben zwischen den Zacken des Sterns so ab, dass er den ausgeschnittenen Bereich mehrfach überspannt. Nehmen Sie dann den roten Effektdraht und verfahren Sie genauso. Verzwirbeln die losen Enden des Drahtes und verwenden Sie die Sterne als Schmuck am Weihnachtsbaum oder für die festlich gedeckte Tafel!

5. Dezember: Das kostbarste Geschenk

Besuchen Sie jemanden und schenken Sie ihm Ihre Zeit

6. Dezember: Ankunft

Ankunft

7. Dezember: Revolution der Kerzen

Revolution der Kerzen

8. Dezember: Mandel-Nuss-Makronen

Mögen gekaufte Plätzchen noch so gut sein, mit Selbstgebackenem geben Sie den Beschenkten etwas ganz besonders: Ihre Zeit und Ihren liebevollen Einsatz. Vielleicht überraschen Sie jemanden damit, der gar nicht damit rechnet? Verschenken Sie Adventsfreude, zum Beispiel diese leckeren Mandel-Nuss-Makronen:

Mandel-Nuss-Makronen
 

Zubereitung:

Trockenfrüchte in feine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Milch erwärmen und Ahornsirup darin auflösen. Über die Trockenfrüchte geben und mind. 1 Stunde lang einweichen lassen. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 160 Grad Heißluft vorheizen. Ei, Honig, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Die gehackten und gemahlenen Nüsse und Mandeln vermischen. Die Trockenfrüchte unter die Nussmischung geben und alles unter den Eischaum ziehen. Zum Schluss Honig-Nuss-Cornflakes unterheben. Mit einem Teelöffeln kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Nach Wunsch mit einer Mandel oder Haselnuss dekorieren. Etwa 20 bis 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Makronen auskühlen lassen und in einer luftdicht verschlossenen Dose aufbewahren. Nach Wunsch vor dem Genießen mit etwas Ahornsirup beträufeln.

(Marlies Mummert, Geschäftsführerin Immanuel Klinik Märkische Schweiz)

9. Dezember: Das etwas andere Geschenk

Wandern ohne Meckern
 

Vielleicht probieren Sie es aus und verschenken in diesem Jahr auch etwas von Ihrer Zeit und lassen sich überraschen, was der oder die Beschenkte sich wünscht.

(Ralf-Peter Greif, Pastor für Klinikseelsorge
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburgund Immanuel Krankenhaus Berlin)

10. Dezember: Nougat-Sterne mit Pistazien

Nougatsterne mit Pistazien
 

Zubereitung:

Das Ei trennen. Mehl, Backpulver, Zucker, Eigelb, Butter in Flöckchen und Orangensaft verkneten, 30 min. kühl stellen. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 180 Grad Umluft vorheizen. Auf einer gemehlten Fläche den Teig dünn ausrollen, Sterne ausstechen und auf ein Backblech mit Backpapier geben. Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 180 Grad Umluft ca. 10 Minuten goldgelb backen. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech auskühlen lassen.

Nougat im Wasserbad bei geringer Hitze schmelzen lassen. Mit einem Backpinsel oder einem kleinen Löffel die Hälfte der Plätzchen-Sterne von einer Seite mit dem flüssigen Nougat bestreichen und sofort einen zweiten Plätzchenstern darauf setzen und leicht andrücken.

Puderzucker und Eiweiß zu einem cremigen Zuckerguss verrühren. Alternativ lässt sich der Guss auch mit Puderzucker und etwas Orangensaft anrühren, dann wird er jedoch nicht so schön weiß. Die Plätzchen mit dem Zuckerguss bestreichen und sofort mit gehackten Pistazien bestreuen. Trocknen lassen und in einer luftdicht verschlossenen Dose aufbewahren.

11. Dezember: Schöne Bescherung

Schöne Bescherung auf dem Bahnsteig
 

12. Dezember: Weihnachtskugeln aus Papier

Baumdekoration aus Papierstreifen
 

Anleitung:

Kürzen Sie 4 der 18 Papierstreifen auf 14 cm Länge. An beiden Streifenenden müssen Sie kleine Löcher zum Auffädeln anbringen. Messen Sie dazu mit dem Lineal einen Abstand von je 0,5 cm zum Ende und zum Rand des Streifens und markieren Sie den Punkt mit dem Stift. Stechen Sie hier mit einer dicken Nähnadel oder der Spitze des Cutter-Messers durch. Wiederholen Sie dies mit allen Papierstreifen. Nehmen Sie den Basteldraht und fädeln Sie eine Perle darauf, schlingen Sie das Ende nochmals durch die Perle, um sie zu fixieren. Fädeln Sie nun die Papierstreifen auf, dabei zuerst alle 15 cm langen Streifen, zum Schluss die 4 kürzeren.

Fädeln Sie danach 10 Perlen auf den Draht. Fädeln Sie nun in umgekehrter Reihenfolge die losen Enden der Papierstreifen auf, so dass diese sich wie ein Halbkreis um die Perlenschnur biegen. Beginnen Sie mit dem zuletzt aufgefädelten kürzeren Streifen und schließen Sie mit dem zuerst aufgefädelten langen Papierstreifen. Zum Fixieren fädeln Sie zum Abschluss die letzte Perle auf den Draht und schlingen auch hier den Draht nochmals durch die Perlenöffnung. Verzwirbeln Sie anschließend die Drahtenden fest miteinander, damit die Papierkugel sich nicht mehr verformen kann. Fächern Sie zum Schluss die Papierstreifen rund um den Perlendraht zu einer Kugel auf. Die kürzeren Papierstreifen bilden dabei den inneren, die längeren Streifen den äußeren Kreis. Das überstehende Drahtende zu einer Öse legen und nochmals verzwirbeln, so lässt sich die Papierkugel aufhängen.

13. Dezember: Lassen Sie sich unterbrechen

Advent: Kerzen brennen, leckere Kekse werden gebacken, tolle Lieder, Vorfreude auf Weihnachten.... oder
Advent: noch mehr Hektik als sonst, zu viele Weihnachtsfeiern, ich mag keinen Zimt, Weihnachten mit der Familie ist anstrengend... oder
Advent: dieses Jahr leider im Krankenhaus, eine OP, mal sehen was Weihnachten wird...

Wie immer Ihr Advent 2014 aussieht, lassen Sie sich ab und zu mal unterbrechen. Dazu kann Ihnen vielleicht ein Gedicht der Theologin Dorothee Sölle helfen:

Baumdekoration aus Papierstreifen
 

(Nicole Witzemann, Pastorin und Referentin beim Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg)

14. Dezember: Gesegneter Advent

Adventskranz am 3. Advent
 

15. Dezember: Weihnachtsengel basteln

Weihnachtsengel aus Notenpapier
 

Anleitung:

Falten Sie das erste Blatt längs um ca. 1 cm um, drehen Sie es um und falten es wieder 1cm um. Falten Sie auf diese Weise das ganze Blatt abwechselnd von jeder Seite, so dass Sie eine Ziehharmonika erhalten. Nehmen Sie nun das zweite Blatt und verfahren Sie genauso. Knicken Sie jedes Ziehharmonika-Blatt nach ca. einem Drittel nach links bzw. rechtes ab – der kürzere Teil oben bildet je einen Flügel, der längeren Teil unten je die Hälfte des Kleides. Wenn Sie die beiden Blätter nebeneinander legen, können Sie den Engel schon erkennen.

Verbinden Sie die beiden Hälften nun, in dem Sie nur den unteren „Kleidbereich“ mit dem doppelseitigen Klebeband bekleben und die beiden Hälften fest aneinander drücken. Fächern Sie das Kleid nun etwas auf. Fixieren Sie die Flügel, indem Sie die nach unten zeigende Falte mit doppelseitigem Klebeband bekleben und dann an den nach oben zeigenden Faltenrand des Kleides andrücken. Verfahren Sie auf der anderen Seite genauso.

Fädeln Sie nun den zugeschnittenen Draht oder Bindfaden durch die beiden kleinen Öffnungen zwischen Flügel und Kleid, die beim Umknicken des Papiers entstanden ist. Fädeln Sie darauf die Holzperle. Mach Sie in den Faden einen Knoten und hängen Sie das Engelchen an den Weihnachtsbaum.

16. Dezember: Licht in der Dunkelheit

Licht in der Finsternis
 

Jochen Klepper wusste, was Dunkelheit bedeutet. Er kannte Angst und Verzweiflung. Und doch schreibt er ein Lied voller Hoffnung. Er gibt dem Advent und Weihnachten einen besonderen Sinn. Den gesamten Liedtext können Sie hier nachlesen

Wir feiern Weihnachten, weil in der tiefsten Dunkelheit ein Licht erscheint. Wir feiern Weihnachten, weil der Morgenstern mitten in der Nacht am Himmel strahlt. Wir feiern Advent und Weihnachten, weil ein kleines Kind in einem Stall geboren wird, ganz normal, fast alltäglich. Aber in diesem besonderen Kind kommt Gott in die Welt. Das sind Advent und Weihnachten. In der Dunkelheit ein Licht, in der Nacht ein Stern und Gott mitten in dieser Welt.

(Dagmar Wegener, Pastorin baptisten.schöneberg)

17. Dezember: Göttliche Stille

Wald im Winter
 

18. Dezember: Weihnachtszeit in Nazareth

 

Meine erste Arbeitsstelle als junger 23-jähriger Sozialarbeiter war eine Sammelunterkunft für Asylbewerber, die Heimstätte Nazareth, in Ostfriesland - gleich hinter dem Deich. In einer ehemaligen Ferienstätte lebten damals in den 1980er Jahren über 400 Menschen. Sie kamen aus Polen, der Türkei, aus Afghanistan, Indonesien, aus dem Libanon, aus Vietnam und Laos. Es war ein buntes Treiben, eine oft faszinierende Atmosphäre trotz vieler Herausforderungen und ich denke ausgesprochen gern an diese Zeit zurück.

Besonders eindrücklich waren die Feierlichkeiten in der Vorweihnachtszeit und am Heiligen Abend. Die Flüchtlinge aus Vietnam wussten wenig anzufangen mit Adventskränzen, Lebkuchen oder Dominosteinen und hatten auch keinerlei Erfahrungen mit dem rauen Klima Ostfrieslands. Oft sah ich, wie ganze Familien vom einige Kilometer entfernten Aldi mit diversen Einkaufstüten bepackt durch den eisigen Wind zu Fuß unterwegs waren zurück in die Sammelunterkunft. Wenn irgend möglich, hielt ich mit meinem klapprigen Fahrzeug an, um wenigstens die frierenden Kinder einzuladen und sie zu ihren warmen Wohnungen zu bringen. Gerade die Kleinsten litten oft ganz besonders unter den veränderten äußeren Bedingungen, aber ihre Augen wurden strahlend und hell, wenn sie - wie es in Nazareth üblich war - in das Büro des Einrichtungsleiters gehen durften, um in die immer volle Bonbondose zu greifen.

An jedem 24. Dezember wurde für die polnischen Bewohner der Einrichtung ein ganz besonderes Fest gefeiert: Schon am Vormittag kam ein Priester ins Haus und feierte mit den katholische Christen die Messe. Danach gab es das traditionelle polnische Weihnachtsessen mit Karpfen, Sauerkraut und anderen Leckereien. Auch zu jeder Christvesper war die Kirche auf dem Gelände brechend voll. Christen, Moslems, Buddhisten und Kirchenferne - alle wollten dabei sein. Manche kamen, ohne dass sie ein einziges Wort verstanden - vielleicht auch nur, weil sie wussten, dass dies einer der bedeutendsten Tage für uns Deutsche war, und wollten uns dadurch ihren Respekt ausdrücken. Am Abend gab es die Bescherung für Jung und Alt. Mit großen Säcken voller Geschenken machten wir Mitarbeiter uns zu jeder Wohnung auf, um besonders die Kinder und Jugendlichen zu beschenken. Irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr konnten meine Kollegen und ich dann zu unseren eigenen Familien heimgehen. Manche von uns nahmen noch einen einsamen Asylbewerber mit nach Hause. Manchmal war der Heilige Abend dann bereits beinahe vorbei. Trotzdem denke ich unglaublich gern an diese erfüllte Zeit zurück.

Auf dem Weg zu meiner heutigen Arbeitsstelle komme ich täglich nach wenigen 100 Metern an einer Bushaltestelle vorbei, an der fast immer eine kleinere oder größere Gruppe Asylbewerber steht und auf den Bus X34 wartet. Ihre Sammelunterkunft liegt nur wenige Meter von der Bushaltestelle entfernt. Die Zeiten für Asylbewerber sind nicht einfacher geworden in unserem Land. Die Menschen, die zu uns kommen, suchen wie damals Schutz, Sicherheit und eine Perspektive für ihr Leben. Meine persönlichen Aufgaben haben sich verändert und es gibt für mich nur noch wenige Berührungspunkte und Begegnungen mit Asylsuchenden. Aber nun, wo ich mich grade an die guten alten Zeiten erinnere, werde ich wohl bei der Sammelunterkunft an der Linie X34 vorbeischauen, um wenigsten einen kleinen Beitrag zu leisten, damit einige Kinderaugen strahlen.

(Herbert Blum, Geschäftsführer Immanuel-Miteinander Leben)

19. Dezember: Vier Ideen für einen alternativen Adventsbrunch

Vier Gerichte für den Adventsbrunch
 

20. Dezember: Gebet zum Advent

Stacheldraht: immer noch trennen uns Grenzen, in Ländern und Herzen
 

21. Dezember: Advent

Kerzen im Advent
 

22. Dezember: Schnelle goldene Tischdekoration

Goldene Zapfen und Sternanis
 

Anleitung:

Decken Sie den Tisch großzügig mit Zeitungspapier ab. Die Zapfen und Gewürze sollten bereits gut durchgetrocknet sein. Legen Sie die Erlen-, Lärchen- und Kiefernzapfen sowie den Sternanis auf dem Zeitungspapier aus, schütteln Sie den Goldlack nach Packungsanleitung gut auf und besprühen Sie die Zapfen und den Anis gleichmäßig und nicht zu dick. Lassen Sie alles antrocknen, drehen Sie sie um und besprühen Sie dann auch die andere Seite.

Wenn die Goldfarbe auf Zapfen und Anis gut getrocknet sind, dekorieren Sie den Tisch mit den vergoldeten Zapfen und Gewürzsternen und kombinieren Sie diese mit naturfarbenen Zimtstangen und getrockneten Orangenscheiben.

23. Dezember: Nach Hause

Das Kind in der Krippe von Bethlehem
 

24. Dezember: Hoffnung

Weihnachtsstern
 

Bethlehem, der Geburtsort Jesu Christi, nahe Jerusalem gelegen, der Ort, der für das Weihnachtsfest steht, gehört zu den palästinensischen Autonomiegebieten und die Nachrichten von Krieg, von Bomben, Siedlungsbau und Ausschreitungen auf dem Tempelberg reißen nicht ab. Es sind keine guten Nachrichten, nicht einmal vom Originalort der Weihnachtsgeschichte und wir fragen uns, wer weist den vielen in Not geratenen Menschen den Weg, wer hilft ihnen und wie können wir Weihnachten feiern angesichts der genannten Situationen?

Wenn wir ein Weihnachtsfest im Frieden und in Freiheit erleben dürfen, dann dürfen wir die Hoffnung nicht aufgeben, dass es für viele Menschen möglich sein kann. Gerade dann dürfen wir an Liebe und Frieden glauben, weil wir es erleben und uns in die Lage versetzen können, diese Welt zu gestalten und zu verändern. Die Botschaft zu Weihnachten heißt, niemand muss resignieren und keine Situation muss so bleiben, wie sie ist. Gott kann Zukunft und Hoffnung schenken – und wenn wir zu Weihnachten daran denken und daran glauben, dann kann immer und überall das Menschenmögliche getan werden, damit Menschen Frieden und Hoffnung haben – in der weiten Welt, oder hier bei uns - dafür steht die Immanuel Diakonie mit ihren Einrichtungen.

(Udo Schmidt, Geschäftsführender Direktor,
Immanuel Diakonie)

 
 
 
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    Geschäftsführung (Hospizleitung) im Diakonie-Hospiz Wannsee

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