Unser Beirat

Der Beirat des Diakonie-Hospiz Wannsee wurde im November 2014 als beratendes Gremium gegründet und fühlt sich vor allem der ideellen Förderung der Hospizarbeit in der Region verpflichtet. In ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen bringen die Mitglieder den Hospizgedanken aktiv ein, weisen auf neue Entwicklungen hin, begleiten Projekte und beraten die Geschäftsführung.

Jörg Busenbender

Vorstandsvorsitzender Förderverein Diakonie-Hospiz Wannsee
Was hat Sie bewogen, sich im Beirat des Diakonie-Hospizes Wannsee zu engagieren?

Als Personalberater habe ich zumeist mit erfolgreichen Unternehmern und Managern zu tun, die mitten im Leben stehen und viel Aufmerksamkeit erfahren. Als Kontrapunkt dazu unterstütze ich als Sterbebegleiter sowie im Beirat und Förderverein sterbende Menschen, die mitunter eher zu wenig als zu viel Zuwendung erhalten und die deshalb dringend Hilfe benötigen.

Was verbinden Sie mit der Hospizarbeit?

Das Diakonie-Hospiz Wannsee ist für mich ein wunderbarer Ort der Begegnung und der gegenseitigen Hinwendung. Das liegt vielleicht daran, dass sich aufgrund der besonderen Umstände, in denen sich die Menschen hier begegnen, Prioritäten verlagert haben, Unnötiges wegfällt und die Menschen sich auf das Wesentliche besinnen: Füreinander da zu sein.

"Leben bis zuletzt": Was bedeutet das für Sie?

„Leben bis zuletzt“ heißt für mich, dass das Sterben nicht im Zentrum steht, sondern dass es ein integraler Bestandteil dessen ist, was wir als wunderbares Geschenk begreifen können: Leben! 

 
 

Klaus-Dieter Kottnik

Ehemaliger Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland
Was hat Sie bewogen, sich im Beirat des Diakonie-Hospizes Wannsee zu engagieren?

Ich habe die Hospizarbeit von ihren Anfängen an seit den späten 80er Jahren in Stuttgart miterlebt. Ich kannte die ersten Sitzwachen und habe auch als Gesellschaftervertreter im Stuttgarter Hospiz mitgewirkt. Gespräche mit Daniela Tausch-Flammer haben die Kenntnis über die Besonderheit der Hospizarbeit vertieft. Außerdem war meine Frau Hospizreferentin der Diakonie, sodass ich Hospizarbeit praktisch und theoretisch kennengelernt habe. Die wichtige Arbeit des Diakonie - Hospiz Wannsee unterstütze ich sehr gerne, nachdem ich schon fast 10 Jahre in Berlin lebe.

Was verbinden Sie mit der Hospizarbeit?

Zuletzt habe ich die liebevolle und umfassend professionelle Pflege im Diakonie-Hospiz Wannsee kennengelernt, als eine Verwandte dort bis zum Tod gepflegt wurde. Ich bewundere, wie selbstlos und auf die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der sterbenden Gäste eingehend im Diakonie-Hospiz wannsee gearbeitet wird: ein tolles Team, eine wunderbare Leitung, hoch engagierte Leute. Hier kann man wirklich bis zum letzten Atemzug liebevoll umsorgt leben. Weil das eine so herausragende Arbeit ist, die hier gemacht wird, bringe ich mich gerne mit meinen Gedanken in den Beirat ein.

"Leben bis zuletzt": Was bedeutet das für Sie?

Einsamkeit und wenig menschliche Kontakte bei einem alten oder schwer kranken Menschen können zum Suizid bzw. dem Wunsch, das eigene Leben vorzeitig zu beenden, führen. Das habe ich schon bei Menschen miterlebt. Wie man ganz anders, auch mit einer schweren Krankheit leben kann, wenn man im Hospiz liebevoll umsorgt stirbt, davon kann ich erzählen. Der vorzeitige Wunsch, aus dem Leben zu scheiden, ist oft ein Problem mangelnder Gemeinschaft und Zuwendung. Dem wirken die Mitarbeitenden im Hospiz entgegen und ermöglichen ein gutes, geborgenes und schmerzfreies Leben bis zum letzten Atemzug. Der Sterbende merkt: „Jetzt ist es Zeit“. Liebevoll umsorgt kann er sterben, wenn das Ende wirklich da ist. So wünsche ich es auch für mich selbst. Gäbe es keine Hospize, müsste man sie erfinden!

 
 

Norbert Kopp

Politiker
 
 
 

Barbara Loth

Politikerin und Rechtsanwältin
Was hat Sie bewogen, sich im Beirat des Diakonie-Hospizes Wannsee zu engagieren?

Gerne setze ich mich für Menschen in Not ein. Dabei ist es mir wichtig, wirksam und sinnvoll zu handeln. Im Beirat des Diakonie-Hospizes Wannsee sehe ich die Möglichkeit Menschen in ihrer schwersten Stunde zu begleiten und zu unterstützen.

Was verbinden Sie mit der Hospizarbeit?

Hospizarbeit ist für mich eine wertvolle Arbeit in einem Bereich, der noch zu wenig bekannt ist. Menschen befinden sich in einer außergewöhnlichen Situation und brauchen eine menschliche und mitfühlende Begleitung und das Wissen, dass Ihnen auch in dieser Zeit mehr geholfen werden kann, als sie vermuten.

"Leben bis zuletzt": Was bedeutet das für Sie?

"Leben bis zuletzt" heißt auch Anspruch auf schöne Momente, Momente zum Genießen, menschliche Wärme und eine möglichst schmerzfreie Zeit.

 
 

Dr. Johannes Krug

Superintendent Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf
Was hat Sie bewogen, sich im Beirat des Diakonie-Hospizes Wannsee zu engagieren?

Im Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf hat das Diakonie-Hospizes Wannsee eine wichtige Bedeutung: fehlte das Hospiz, fehlte uns viel. 

Was verbinden Sie mit der Hospizarbeit?

Wenn Leben beginnt und wenn es endet, ist es auf besonderen Schutz und liebevolle Fürsorge angewiesen. An seinen Grenzen entscheidet sich, wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist. Hospizarbeit (sei sie ambulant oder stationär) ist Ausdruck der Überzeugung, dass menschliche Würde vom ersten bis zum letzten Atemzug zu respektieren ist. Sie gilt ohne Wenn und Aber unabhängig von Funktionalität, Leistung und Gesundheit.   

"Leben bis zuletzt": Was bedeutet das für Sie?

Abschiednehmen, letzte-Dinge-Regeln, Klären, Aussprechen, Sich-Versöhnen, Hand-Halten… - all das ist Leben. Für viele verdichtet sich geradezu das Leben in der letzten Lebensphase. Noch das Sterben kann so voller Leben sein! Darum geht es: dass wir Menschen unser Leben bis zuletzt als Leben begreifen und nutzen – und dann unseren Tod Gott überlassen. 

 
 

Dr. Annegret Stein

Mitglied des Fördervereins Diakonie-Hospiz Wannsee
Was hat Sie bewogen, sich im Beirat des Diakonie-Hospizes Wannsee zu engagieren?

Ich möchte nicht nur spenden, sondern auch ganz persönlich daran mitwirken,
dass Hospize bekannter werden und dass jeder, der das möchte, am Ende
seines Lebens Gast in einem Hospiz sein darf.

Was verbinden Sie mit der Hospizarbeit?

Die professionelle Arbeit in einem Hospiz ist eine zutiefst menschliche,
fürsorgende Arbeit. Wie andere Pflegearbeit auch wird sie zu wenig geschätzt
(und bezahlt). Wir haben verlernt, auch dem Tod einen Platz in unserem Leben zu geben. Um das zu ändern, können wir uns z.B. als Helfer in einem Hospiz
engagieren. Hospize zeigen uns, wie die letzten Tage eines irdischen Lebens gestaltet werden können. Das zu tun, ist eine gesellschaftliche Verpflichtung.

"Leben bis zuletzt": Was bedeutet das für Sie?

"Leben bis zuletzt" bedeutet für mich ein würdevolles, ein respektiertes und individuelles Mensch-Sein bis zum Schluss. Mein Leben hat seinen Sinn, das darf bis zum letzten Atemzug so sein.

 
 
 
 
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