Der Hospizgedanke
Ein Hospiz (lat. hospitium = Herberge) ist ein Ort, wo schwerkranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase Ruhe und Geborgen- heit finden. Hier werden sie mit viel Aufmerksamkeit und Sensibilität für die schwierige Situation medizinisch (palliativ), pflegerisch und psychologisch begleitet und umsorgt, um ein menschenwürdiges und geborgenes Leben bis zuletzt zu ermöglichen.
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Die moderne Hospizbewegung begann 1967 mit Cicely Saunders, einer Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin, die in London das erste Hospiz eröffnete. In Deutschland waren es vor allem die Veröffent- lichungen von Elisabeth Kübler-Ross, die das Thema Sterben ins öffentliche Bewusstsein rückten. Zunächst entstanden ambulante Hospiz- dienste, die die Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen in ihrer häuslichen Umgebung übernahmen.
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Erst 1986 wurde das erste stationäre Hospiz in Aachen eröffnet. Zurzeit gibt es bundesweit 163 stationäre Hospize, 1500 ambulante Hospiz- einrichtungen mit ca. 80.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie 166 Palliativstationen. In Berlin sind es 26 ambulante Hospiz- und Palliativ- dienste und zehn stationäre Hospize, die die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen anbieten.
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Angelika Behm, Geschäftsführerin des Diakonie-Hospiz Wannsee, über Hospize und ihre Aufgabe in unserer Gesellschaft (Ausschnitt aus einer Radiosendung von Radio Paradiso.